Dankbarkeit

Schon im 16. Jahrhundert wusste Francis Bacon:

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

Ist also Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück?

Und glücklich sein – das möchte ja schließlich jeder, oder? Grund genug also, sich mit diesem Thema ein bisschen eingehender zu beschäftigen!

Die Liste der Vorteile von aktiv gelebter Dankbarkeit ist lang:

  • Stärkung des Wohlbefindens
  • mehr Optimismus
  • höhere Lebensfreude
  • mehr Motivation
  • Reduktion von Stress & Erhöhung der seelischen Abwehrkraft (Resilienz)
  • mehr Gelassenheit
  • Verbesserung der Schlafqualität
  • Stärkung des Immunsystems
  • Prävention von Angst- und Panikerkrankungen sowie leichten bis mittelschweren Depressionen
  • Verbesserung der Herzgesundheit
  • Senkung des Blutdrucks

Und wir reden hier nicht von gefühlten Wahrnehmungen, es gibt mittlerweile viele Studien, die dies wissenschaftlich belegen. Auch die positive Psychologie beschäftigt sich eingehend mit dem Thema Dankbarkeit und ihrer Auswirkung auf die Psyche.

Neben diesen positiven Aspekten gibt es auch noch weitere Seiteneffekte. Diese nennt man Broaden-and-Built-Effekt. Demnach verbessert sich z.B. auch die Kreativität und man fühlt sich sozialer verbunden.

Grundlegend kann man also sagen, dass diejenigen, die aktiv Dankbarkeit praktizieren, auch glücklicher sind. Denn sie konzentrieren sich auf das Gute das da ist, anstatt auf all das, was (im Moment) nicht so gut läuft. Somit schaffen sie es, aus dem Gefühl des Mangels in das Gefühl der Fülle zu kommen.

Ist Dankbarkeit also der Schlüssel zum Glück? Betrachtet man die Studien und Forschungsergebnisse kann man sagen: Ja, Dankbarkeit ist zumindest ein Teil-Schlüssel zum Glück.

Jeder kennt ja bestimmt den einen Menschen, der immer meckert. Und jammert. Den, der einfach immer Pech hat und den es immer am Schlimmsten trifft, oder? Und selbst dieser Jemand kann mittels Dankbarkeit glücklicher, optimistischer, hilfsbereiter und einfühlsamer werden. Denn was die Studien bewiesen haben ist, dass Dankbarkeit nicht die Ursache dieser Persönlichkeitszüge ist, sondern die Wirkung. 

Das großartige an Dankbarkeit ist, dass sogar dieser Jemand lernen kann, dankbarer zu sein und sich auf das Positive zu besinnen. Er muss es nur trainieren. Denn man hat herausgefunden, dass man Dankbarkeit, wie andere Muskeln auch, trainieren kann. Und genau, wie man nach einiger Zeit das Training im Fitnessstudio einem Menschen ansehen kann, kann man das Training des Dankbarkeitsmuskels bei einem Gehirnscan sehen, es führt nämlich zu neurobiologischen Veränderungen.

Und da Dankbarkeit ein holistisches Gefühl ist, können daneben nur schwer negative Gefühle wie Angst, Wut oder Neid bestehen. Es ist quasi nicht möglich, gleichzeitig dankbar und wütend zu sein.

Wie kann nun so eine Dankbarkeitspraxis aussehen? Indem wir z.B. ein Tagebuch führen und darin täglich 3 Dinge festhalten, für die wir dankbar sind. Das müssen keine großartigen Dinge sein (dürfen aber trotzdem), das können ganz alltägliche und gewöhnliche Dinge sein. Durch das Aufschreiben wird die Wirkung außerdem noch intensiver, da beim schreiben andere Hirnbereiche genutzt werden als beim bloßen darüber Nachdenken. 

Ein weiteres sehr schönes Ritual ist es, Abends vor dem Einschlafen den Tag zu reflektieren – was habe ich schönes erlebt und wofür war ich dankbar. Das kann man wieder in sein Tagebuch schreiben oder abends als letzten Gedanken formulieren, wenn man schon im Bett liegt. Somit hat man auch einen positiven Abschluss vom Tag und kann gut einschlafen.

Indem wir uns diese Praxis zu einer Gewohnheit machen und eine Routine daraus entwickeln, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir Dankbarkeit aktiv leben. Nehmen wir zum Beispiel das Zähne putzen. Da fragt sich auch keiner ‚hm… soll ich heute mal wieder Zähne putzen?‘ Nein, wir tun es einfach. Und warum? Weil wir das seit Jahren so machen, weil es uns in Fleisch und Blut übergegangen ist, weil es einfach eine Gewohnheit ist. Am einfachsten und effektivsten wäre es nun also, das Dankbarkeitsritual oder die Dankbarkeitsroutine an ein solches Ereignis zu koppeln oder es täglich zur gleichen Zeiten auszuführen.

Ich zum Beispiel, führe ein Dankbarkeitstagebuch. Das mache ich gleich morgens nach dem Aufstehen. Darin halte ich täglich fest, wofür ich dankbar bin, was ich heute machen möchte, damit es ein großartiger Tag wird und ich schreibe täglich eine Affirmation auf, die mich durch den Tag begleiten soll. Abschließend reflektiere ich dann Abends den Tag nochmal und schreibe mir auf, welche schönen Dinge ich erlebt habe und was ich für mich mitgenommen habe.

Magst du es einfach mal ausprobieren? Dann schnapp dir ein Notizbuch und halte deine Gedanken darin fest. Oder lade dir mein digitales Dankbarkeitstagebuch herunter. Das kannst  du bspw. in GoodNotes importieren und digital ausfüllen. Oder du druckst es dir einfach aus.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Quellen und Links:

  • „The Effects of Emotions on Short-Term Power Spectrum Analysis of Heart Rate Variability“

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7484873/

  • „The Role of Gratitude in Spiritual Well-Being in Asymptomatic Heart Failure Patients“; Paul J. Mills 

https://www.apa.org/pubs/journals/releases/scp-0000050.pdf

  • „The Effects of Gratitude Expression on Neural Activity“ 

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26746580/

  • „Wie wir unser Glück selber schmieden, Interview mit Willibald Ruch

https://www.migros-impuls.ch/de/entspannung/work-life-balance/gluecklich-sein/10-happiness-tipps

  • Seiteneffekte von Dankbarkeit

http://www-personal.umich.edu/~prestos/Downloads/DC/Fredrickson_AESP2013.pdf“ Barbara L. Fredrickson 

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